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Feedback und Einblick in die Narthex 9

Paul Stephan mit der druckfrischen Zeitschrift kurz nach Anlieferung.

Die Narthex 9 ist inzwischen vor gut einem Jahr erschienen und wurde drei Mal besprochen. Einmal von der Website Philosophisch-ethische Rezensionen (Link), einmal vom Magazin antifa, herausgegeben von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Link) und ein weiteres Mal in der Ausgabe 3/2025 der österreichischen Zeitschrift Brot & Spiele (Link). Hinweisen möchten wir des Weiteren darauf, dass man in dem Onlinemagazin Overton den Artikel Die Laissez-faire-‚Sozialstaatlichkeit‘ des Rechtspopulismus von Eef Veldkamp komplett online lesen kann, in dem er den Wahlsieg der rechtspopulistischen Partij voor de Vrijheid bei den (nunmehr) vorletzten niederländischen Parlamentswahlen analysiert (Link). Und in dem Podcast Kommunisten Kneipe stellte der Redakteur und Autor Lukas Meisner seine wichtigsten Thesen im Gespräch auf YouTube vor (Link).

Bestellt das Heft gerne direkt bei uns per E-Mail oder über Booklooker. Es ist zudem immer noch in zahlreichen Buchhandlungen und über den Onlineshop des Westend-Verlags erhältlich (mehr Infos). Mit jedem Kauf erhaltet ihr nicht nur 15 lesenswerte Artikel zu verschiedenen Facetten des aktuellen Rechtsrucks, sondern unterstützt auch unser zu 100 % ehrenamtliches Engagement – insbesondere die Arbeit an der kommenden Ausgabe der Zeitschrift, mit der wir kürzlich begonnen haben. Gemeinsam können wir den Rechtsruck hoffentlich nicht nur besser interpretieren, sondern ihn praktisch verhindern!

Eisvogel-Preis 2026: Nietzsches Ressentiment-Begriff

Das Buser World Music Forum und wir suchen erneut nach Essays für unseren Blog Nietzsche POParts. Die Frage in diesem Jahr lautet: Worin besteht die Aktualität von Nietzsches Analyse und Kritik des „Ressentiments“? Wir suchen nach originellen Beantwortungen dieser Frage. Die besten werden auf dem genannten Blog publiziert und mit einem Preisgeld von bis zu 750 Schweizer Franken prämiert. Der Einsendeschluss ist der 25. August 2026.

Den vollständigen Ausschreibungstext und mehr Informationen zum Eisvogel-Preis für radikale Essayistik finden Sie hier: https://harp.tf/eisvogel-preis/

Eisvogel-Preis & Weihnachtsgruß 2025

Die Gewinner des Eisvogel-Preises für radikale Essayistik 2025 zur Frage „Wo sind die Barbaren des 21. Jahrhunderts?“ stehen mittlerweile fest. Die Jury, bestehend aus Theodor Schild, Hans-Martin Schönherr-Mann, Lukas Meisner, Natalie Schulte und Paul Stephan, vergab den Preis wie folgt:

  1. Platz: Tobias Kurpat: Der Übermensch im Hamsterrad. Nietzsche zwischen Silicon Valley und Neuer Rechter
  2. Platz: Olimpia Smolenska: Barbarinnen – wenn Frauen zur Gefahr werden & Marion Friedrich: Die Barbaren des 21. Jahrhunderts. Narzissmus, Apokalypse und die Abwesenheit des Anderen

Der dritte Preis wurde nicht vergeben. Wir gratulieren herzlich den Gewinnern!

Zusätzlich publizierten wir eine „Sondereinreichung“ von ChatGPT (Link) sowie die Einreichung Der Sinn ist gefallen, doch ich träume noch von Giulia Romina Itin (Link). Auf dem HARPblog erschien zudem als Beitrag außer Konkurrenz der Text Wer sind die Barbaren von heute? von Christina Stephan (Link) und auf dem YouTube-Kanal der HARP eine künstlerische Kontribution von Robert Linke (Bild rechts und Link).

Zur Feier des Jahreswechsels haben wir einen audiovisuellen Weihnachtsgruß aufgenommen, den ihr euch auf YouTube ansehen könnt (Link).

Wir haben auch im neuen Jahr viel vor. Unter anderem wollen wir wieder zahlreiche Artikel auf Nietzsche POParts publizieren, die dortige englischsprachige Sektion verbessern, einen neuen Eisvogel-Preis ausschreiben und man munkelt, dass es sogar einmal wieder eine neue Narthex geben könnte. Und auch auf YouTube wollen wir wieder stärker präsent sein. Das geht natürlich alles nicht ohne eure Unterstützung, deshalb rufen wir euch auch in diesem Jahr wieder herzlich dazu auf, uns zum Jahreswechsel eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten und einen kleinen Betrag zu spenden. Wir freuen uns über jeden Euro!

Unsere Paypal- und Kontodaten findet ihr hier.

Wir wünschen euch halkyonische Festtage und einen phantastischen Start ins neue Jahr!

Eure Eisvögel

Klimawandel – Notlage oder Ideologie? Diskussion mit Maximilian Hauer & Karl Reitter

Auf YouTube veranstalten wir am 16. Mai um 18 Uhr mal wieder eine Live-Diskussion. Die Autoren Maximilian Hauer und Karl Reitter werden ihre aktuellen Publikationen zum Klimawandel vorstellen. Trotz ihrer gemeinsamen marxistischen Ausgangsperspektive könnten ihre Positionen unterschiedlicher kaum sein: Während Karl Reitter den menschengemachten Klimawandel zwar nicht abstreitet, hält er einen guten Teil der Klimaforschung dennoch für eine Ideologie mit der Ziel, die „grüne“ Transformation des Kapitalismus zu Ungunsten großer Teile der Bevölkerung zu legitimieren; Max Hauer hingegen teilt den gegenwärtigen Stand der Klimaforschung, meint jedoch, dass der „Green New Deal“ nicht weit genug geht und eine tiefergehende ökosozialistische Transformation der Weltgesellschaft unerlässlich ist, um ihn noch aufzuhalten. – Es geht also um einen kontroversen Austausch zu einer der wohl wichtigsten Fragen der Gegenwart und Zukunft.

Link zum Live-Stream

Neuauflage „Erde im Himmel“

2021 erschien der zweite Band unserer Schriftenreihe Edition Halkyon, Erde im Himmel. Die Erzählung von Lukas Meisner gibt die philosophisch-theologischen Reflexionen eines in der DDR lebenden dissidenten Dorfpfarrers wieder und ist ein wichtiger Beitrag zur literarischen Aufarbeitung eines weitgehend vergessenen Kapitels der gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte. Ein sprachliches Kleinod an der Schnittstelle von Politik, Theologie, Philosophie und Literatur, in der sich das Private mit dem Historischen und dem Überhistorischen berührt.

Bestellen Sie den Band für 8,50 € zzgl. Porto direkt bei uns per Mail oder über unseren Booklooker-Shop.

Eine Leseprobe und weitere Informationen zu unserer Schriftensreihe finden Sie hier: https://harp.tf/edition-halkyon/

Eisvogel-Preis für radikale Essayistik 2025: „Wo sind die Barbaren des 21. Jahrhunderts?“

Mit freundlicher Unterstützung unseres Kooperationspartners Buser World Music Forum schreiben wir in diesem Jahr erstmals den Eisvogel-Preis für radikales Essayistik aus. Es soll ein fortan jährlich ausgeschriebener Preis sein, der sich Fragen widmet, die sich Nietzsches eigenen Schriften entnehmen lassen. 2025 entstammt sie seinem Nachlass und lautet: „Wo sind die Barbaren des 21. Jahrhunderts?“

Zu gewinnen gibt es bis zu 750 Franken, der Einsendeschluss ist der 25. August. Wir freuen uns auf provokante und originelle Einreichungen auf einem hohen gedanklichen und sprachlichen Niveau, die es dennoch wagen, populär zu sein. Veröffentlicht werden die besten Beiträge auf unserem Blog Nietzsche POParts. Die komplette Ausschreibung und alle Informtionen zum Preis findet ihr hier.

Narthex 9 erschienen! – Releaseveranstaltungen in Leipzig und Berlin

Die neunte Ausgabe der Narthex zum Thema „Zur Kritik der (neu)rechten Ideologie“ ist mittlerweile erschienen und kann direkt bei uns per Mail, bei Booklooker, beim Westend-Verlag oder im Buchhandel für 15 € erworben werden! Auf 128 Seiten stellen unsere Autorinnen und Autoren 15 unterschiedliche Perspektiven auf die Neue Rechte und ihren Aufstieg in den letzten Jahren vor. Abgerundet wird die Zeitschrift von Illustrationen der Leipziger Künstlerin Josephine Jannack.

Hier könnt ihr das Inhaltsverzeichnis einsehen und dort unser Editorial lesen.

Wir wollen in der Zeitschrift vor allem Perspektiven zu Wort kommen lassen, die sich dem Thema auf neue Weise widmen jenseits bekannter, oftmals moralisierender, Denkschablonen. So hoffen wir nicht zuletzt, einen Beitrag auch zur praktischen Bekämpfung des Rechtsrucks leisten zu können, der sich gerade in rasanter Weise beschleunigt.

Wir danken allen, die sich am Heft beteiligt haben, insbesondere dem Buser World Music Forum für seine finanzielle Unterstützung.

Am 25. März wird um 18 Uhr im Pöge-Haus in Leipzig eine Release-Veranstaltung der Zeitschrift stattfinden mit den Autoren Paul Stephan und Manuel Stadler. Es wird um Nietzsche und seinen zweideutigen politischen Schatten gehen und um einen seiner wichtigsten antifaschistischen Interpreten, den französischen Philosophen und Soziologen Georges Bataille. Kommt vorbei und diskutiert mit uns! – Unterstützt wird der Release erneut von der Leipziger Brauerei Sternburg mit zwei Kästen Freibier. Vielen Dank dafür!

Am 16. Juni um 19 Uhr gibt es in Berlin eine zweite Heftvorstellung mit Lukas Meisner, im Gespräch mit Christoph Lieber, in den Räumlichkeiten des Vereins Helle Panke (Link).

Auf Youtube haben wir auch eine kurze Heftvorstellung publiziert (Link).

Narthex 9 / Eos-Preis 2024 / Spenden & Sonderverkauf

Coverentwurf von Linus Rupp; Zeichnung: Josephine Jannack

Wir arbeiten gerade emsig an der Fertigstellung der Narthex 9. Sie widmet sich diesmal dem Thema „Jenseits der Mitte? Zur Kritik der (neu)rechten Ideologie“ und soll im Februar 2025 erscheinen. Es wird also sehr politisch. 15 tiefschürfende Analysen werden das Heftthema wie gewohnt aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und dabei neue und ungewohnte Standpunkte einnehmen. Das Ziel ist es, fundierte Kritiken an der aufstrebenden Neuesten Rechten zu versammeln, um einen Beitrag zu ihrer praktischen Bekämpfung zu leisten. Es wird u. a. um Georges Batailles Faschismuskritik gehen, den „ungeraden Weg“ von Nietzsche zu Hitler, die ideengeschichtlichen Wurzeln neofaschistischen Denkens in der reaktionären Liberalismuskritik des 18. und 19. Jahrhunderts, die Rolle, die theologische Motive für die Neueste Rechte spielen, und die sozioökonomischen Hintergründe der Erfolge rechtsradikaler Parteien in den Niederlanden und Italien. Philosophiehistorische Tiefenbohrungen treffen auf soziologische Untersuchungen und literarische Essayistik, mal eher sachlich, mal polemisch.

Mit dabei sind „alte Bekannte“ wie Paul Stephan, Hans-Martin Schönherr-Mann und Lukas Meisner, aber auch zahlreiche neue Autorinnen und Autoren. Zeichnungen der Leipziger Künstlerin Josephine Jannack (Link) werden das Heft ästhetisch abrunden. (Continued)

Achim Szepanski – Ein kleiner Nachruf

Vor etwa einem Monat, am 22. 9., verstarb der Frankfurter Technoproduzent, Autor und Theoretiker Achim Szepanski. Wir von der HARP organisierten mehrere Vorträge mit ihm und er publizierte mehrere Artikel in der Narthex. Er war ein radikaler Geist, dessen Grundimpuls die Abschaffung aller repressiven Strukturen war. In der Chronik unserer Assoziation wird er stets einen Ehreneintrag behalten.

Eos-Preis 2024: Was ist der philosophische Kern (neu-)rechten Denkens? Wie lässt er sich fundiert kritisieren?

Eos-Preis für philosophische Essayistik 2024

Was ist der philosophische Kern (neu-)rechten

Denkens?

Wie lässt er sich fundiert kritisieren?

Der jüngste Aufstieg rechtspopulistischer bis faschistischer Parteien in großen Teilen der westlichen (und auch nichtwestlichen) Welt hat eine Vielzahl von Bemühungen darum provoziert, dieses neu-alte Phänomen zu verstehen und zu kritisieren. Oft bleiben die Kritiken jedoch in oberflächlichen Moralisierungen stecken und die theoretischen Analysen greifen auf entsprechend banalisierende Schemata zurück. Es findet keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem rechten Denken und Tun statt, sondern diese werden als „die ganz Anderen“ aus dem Arsenal der Moderne, des Kapitalismus und der Demokratie verabschiedet, als seien sie nicht auf eben diesem Boden gewachsen. Das Resultat ist ein „hilfloser Antifaschismus“ (W. F. Haug), der mehr auf die soziale Distinktion weiter Teile des liberalen Bürgertums abzuzielen scheint als auf eine wirkliche Ursachenbekämpfung der Faschisierungstendenzen. Die gesellschaftliche Polarisierung nimmt indes immer weiter zu, je weiter die Mitte der Gesellschaft selbst nach rechts rückt – und längst bleibt die Gewalt nicht bloß verbal.

In einer solchen Lage ist mehr denn je eine eingreifende Philosophie gefragt, neue Perspektiven aufzuzeigen, um ein tieferes Verständnis der Inhalte (neu-)rechten Denkens und Tuns zu bewerkstelligen, die ideengeschichtliche wie auch soziologische Herkunft dieser Denk- und Handelsweisen zu analysieren und so eine überzeugende Kritik derselben zu ermöglichen. Die Philosophie steht dem rechten Denken dabei nicht geschlossen äußerlich gegenüber, sondern es gibt fraglos eine selbst rechte Philosophie, die es auf ihre Kerngehalte kritisch zu befragen gilt, ohne dass irgendeine Philosophie sich idealistisch aus dem Raum des Historisch-Materiellen lösen ließe.

Die Halkyonische Assoziation für radikale Philosophie und das Buser World Music Forum suchen in diesem Jahr nach Essays, die sich durch ihr denkerisches, stilistisches und gesellschaftskritisches Niveau auszeichnen und denen es zugleich gelingt, zu einem breiteren Publikum zu sprechen. Sie sollen sich der doppelten Frage widmen: „Was ist der philosophische Kern (neu-)rechten Denkens? Wie lässt er sich fundiert kritisieren?“. Wir freuen uns sowohl über Artikel, die sich diesen Fragen aus einer historisierenden Perspektive nähern, als auch über solche, die den Fokus direkt auf die gegenwärtige Situation legen.

Die Essays müssen in deutscher Sprache verfasst sein und dürfen eine Länge von 16.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Weder Fußnotenapparat noch Literaturverzeichnis sind erforderlich; in jedem Fall sollten die Nachweise kurz und knapp gehalten werden. Bereits anderweitig publizierte Texte sind nicht zugelassen.

Die Jury besteht aus Vertretern beider Institutionen. Die drei besten Artikel werden in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Narthex. Heft für radikales Denken veröffentlicht und mit Preisen von 500 € (1. Platz), 300 € (2. Platz) und 200 € (3. Platz) prämiert.

Die Texte sind als PDF- und Word-Datei bis zum 31. Juli 2024 an eos-preis [at] mail.de zu senden. Die Datei sollte komplett anonymisiert, die Kontaktdaten des Einsenders in einem separaten Dokument enthalten sein. An diese E-Mail-Adresse können auch gerne Rückfragen gerichtet werden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Link zur Kurzversion der Ausschreibung als PDF