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Release der Narthex 6: „Und der Zukunft zugewandt. Philosophische Perspektiven auf die DDR“

Wir freuen uns, der Welt die sechste Ausgabe unserer Zeitschrift Narthex. Heft für radikales Denken präsentieren zu dürfen mit dem Titel Und der Zukunft zugewandt. Philosophische Perspektiven auf die DDR. Das Heft wird in etwa zwei bis drei Wochen physisch vorliegen und kann dann für eine Schutzgebühr von diesmal 10 € (es ist nämlich knapp 150 Seiten stark!) in einer der hier aufgelisteten Buchhandlungen, über unseren Booklooker-Shop oder einfach per Mail an uns bezogen werden.

Warum beschäftigen wir uns überhaupt mit diesem auf dem ersten Blick recht ‚unphilosophischen‘ Thema? Und was soll der Titel? Darauf antworten wir ausführlich in unserem Editorial (Link). Wir werden das Heft außerdem am 20. Februar um 14 Uhr in Form einer digitalen Release-Veranstaltung vorstellen (Link). (Continued)

Erster Band der neuen Schriftenreihe „Edition Halkyon“ erschienen

Im Sommer 1989 veröffentlichte der junge und damals völlig unbekannte Politikberater Francis Fukuyama den vorliegenden Essay, der unmittelbar eine weltweite hitzige Debatte über den Triumph des westlichen Liberalismus auslöste. 1992 erschien eine verlängerte Version des Textes als Buch (The End of History and the Last Man; New York). Dieses wurde zeitnah ins Deutsche übertragen (Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir? München 1992). Der ursprüngliche Essay blieb jedoch bislang unübersetzt.

Für die neue Ausgabe der Narthex haben unsere Redakteure Alexander Görlitz und Paul Stephan das nachgeholt und diesen Text erstmalig ins Deutsche übersetzt. Aufgrund seiner Länge werden in der Narthex 6 jedoch nur Auszüge enthalten sein. Die Komplettversion veröffentlichen wir schon jetzt als separate kleine Broschüre, die man kostenlos als PDF herunterladen kann (Link) oder bei uns für 3 € zzgl. Porto bestellen per E-Mail oder über unseren Booklooker-Shop.

Die Reihe „Edition Halkyon“ soll in Zukunft in unregelmäßigen Abschnitten philosophische und in Ausnahmefällen auch literarische längere Beiträge publizieren, die für die aktuelle philosophische Debatte von besonderer Relevanz sind.

 

Zum Jahresabschlussfest: Unterstützt die Arbeit der HARP // Narthex 4 online

Liebe Freundinnen und Freunde kritischen Denkens,

für die Halkyonische Assoziation für radikale Philosophie liegt wohl wie für alle Organisationen wie die unsere ein nicht ganz einfaches Jahr hinter uns. Aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona mussten wir wiederholt Veranstaltungen absagen, verschieben oder in den virtuellen Raum verlegen. Die Arbeit an der kommenden Ausgabe der Narthex wurde dadurch erheblich erschwert – und hinzu kam natürlich noch die allgemein gedrückte Stimmung und das Bedürfnis, nun natürlich auch die aktuellen Ereignisse philosophisch und politisch einzuordnen und über sie zu debattieren.

Diese Schwierigkeiten hat die HARP gut gemeistert. Wir haben unsere digitale Präsens massiv ausgebaut und uns in dieser Hinsicht Kompetenzen angeeignet, von denen wir langfristig profitieren werden – und damit auch all diejenigen, die an unseren Veranstaltungen nicht vor Ort teilnehmen können. Wir sehen die durch die Corona-Politik erzwungene Digitalisierung unterm Strich eher als Chance, unsere Inhalte künftig einem noch breiteren Publikum mitzuteilen – und das wie gewohnt vollkommen kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis.

Auch die neue Ausgabe der Narthex ist inzwischen fast fertig und wird, mit nur leichter Verspätung, Anfang 2021 erscheinen. Das Heft wird deutlich umfangreicher sein als jede Ausgabe der Narthex zuvor. Auf voraussichtlich etwa 150 Seiten versammeln wir 16 Artikel, die das Thema „Philosophische Perspektiven auf die DDR“ sicher nicht erschöpfen, aber doch in einer sehr großen Breite ausloten. Highlights sind beispielsweise Essays der mehrfach ausgezeichneten Autoren Daniela Dahn und Friedrich Dieckmann zur Frage, ob die DDR eine Utopie darstellt, an die sich heute anknüpfen lässt, die erstmalige Übersetzung des Essays The End of History? von Francis Fukuyama (die wir auch kostenlos online zur Verfügung stellen werden), die erste philosophische Interpretation der Olsenbande-Filme aus der Feder von Paul „Egon“ Stephan und eine umfangreiche Darlegung der abenteuerlichen Geschichte der „realsozialistischen“ Feuerbach-Forschung von Christian Loos. Es wird beispielsweise um den DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann gehen, die Frage, inwiefern die DDR kulturell zu Osteuropa gehörte, Ernst Blochs Leipziger Zeit, das „Ende der Geschichte“, das Revolutionsjahr 1989 – und vor allem um die Frage, was die Gegenwart und Zukunft der DDR sein könnte: Können wir von der DDR etwas lernen für künftige Bemühungen darum, eine gerechtere Gesellschaft zu realisieren? Und wenn ja: Was – und was vielleicht nicht? Popularphilosophische und eher akademische Artikel halten sich dabei die Waage.

Leider stießen wir bei der Arbeit an der Narthex auf das alte Problem jeder ökonomischen Planung: Vorgesehen waren eigentlich nur 100 Seiten. Um die erhöhten Ausgaben für Layout und Druck zu refinanzieren, müssen wir daher den Heftpreis entsprechend von 6 € auf 10 € erhöhen.

Wie man sich denken kann, ist es damit freilich leider nicht getan: Der Layouter und die Druckerei müssen schließlich zeitnah bezahlt werden und nicht erst nach ein paar Jahren, wenn wir irgendwann berühmt sind. Wir rufen daher dringend auf: Unterstützt die Fertigstellung der neuen Narthex mit einer kleinen Spende! (Continued)

Halkyonisches Telegram

Früher schrieb man eine Flaschenpost als Philosoph und wenn’s schnell gehen sollte ein Telegramm, heute sind Messengerdienste wie Telegram das Medium der Wahl. Nachdem sogar Prominente wie Michael Wendler Telegram als Alternative zu den Mainstreammedien empfehlen dachten wir von der HARP uns: Da müssen auch wir endlich hin, die Verbreitung abseitiger Theorien auf entlegen-dubiosen Kanälen ist schließlich unsere Kernkompetenz.

Wer also auch auf diesem Wege über unsere Aktivitäten (Vorträge, Blogartikel, Videos, Spendenkampagnen …) informiert werden möchte in dieser zensur- und überwachungsfreien Wunderwelt der Freaks und Spinner: Folgt unserem brandneuen Telegram-Kanal.

Gustav Landauer: „Aufruf zum Sozialismus“ – Ein Hörbuch der HARP mit und ohne bewegte Bilder

Anlässlich unserer Veranstaltungsreihe zu Landauers kommunitärem Anarchismus haben wir uns entschlossen, seinen klassischen programmatischen Text Aufruf zum Sozialismus von 1911 einzulesen. Das Ergebnis werden wir in den kommenden Wochen auf Youtube und auf unserem brandneuen Soundcloud-Kanal hochladen. Wir wünsche ein interessantes Hören und Schauen!

Veranstaltungsreihe zu Gustav Landauer im Herbst

Mensch – Geschichte – Revolution

Zur Aktualität des kommunitären Anarchismus Gustav Landauers

 

Der Schriftsteller und Antipolitiker Gustav Landauer gilt als einer der wichtigsten Theoretiker des deutschsprachigen Anarchismus. Er wurde vor 150 Jahren geboren, war ein Protagonist der Münchener Räterepublik und wurde 1919 von konterrevolutionären Freikorps-Soldaten ermordet.

Landauer entwarf und propagierte einen libertären Sozialismus, der nicht allein Sache des Kopfes oder Klasseninteresses sein, sondern die Menschen ganzheitlich befreien sollte. Den Marxismus als Parteidoktrin und die in der Sozialdemokratie vorhandenen Hierarchien lehnte er vehement ab. Stattdessen knüpfte er in seinem Denken an radikale Philosophen wie Nietzsche, Mystiker wie Meister Eckart und die jüdische Überlieferung an. Die Moderne sah er kritisch, wurde darum aber keineswegs konservativ, sondern dachte sie alternativ weiter. Dazu entfaltete er auch ein eigenes Geschichtsverständnis und reflektierte über die Bedeutung von Ästhetik, Menschenbild und Spiritualität für die Befreiung der Menschen und den Zusammenhalt einer neuen „Gesellschaft der Gesellschaften“. Demnach fokussierte er sich nicht auf einen politischen Umsturz, sondern rief dazu auf, mit dem Sozialismus heute zu beginnen und in auf Freiwilligkeit basierenden Gemeinschaften eine sozialistische und freiheitliche Kultur, neue Lebensformen und genossenschaftliche Wirtschaftsformen zu entwickeln.

Mit der Veranstaltungsreihe möchten wir an einen bedeutenden gesellschaftskritischen Denker erinnern, dessen Erkenntnisse für die politische Theorie, für die Philosophie und für ein Verständnis von Sozialismus, Mensch und Revolution weiterhin relevant sind und als Inspiration dienen können. Zugleich gilt es aber seine Texte auch selbst kritisch zu lesen und sie im Kontext ihrer Entstehungszeit zu betrachten.

Sie beinhaltet Vorträge von Paul Stephan, Jonathan Eibisch und Siegbert Wolf sowie einen angeleiteten Lektüreworkshop zu ausgewählten Schlüsseltexten zu Landauers Philosophie und politischer Theorie.

Die Reihe wird gefördert vom StuRa der Universität Leipzig.

Begleitend zur Reihe lesen einige Assoziierte der HARP Landauers klassischen Text Aufruf zum Sozialismus von 1911 ein, der auch bei dem Workshop diskutiert werden soll. Das Ergebnis kann man sich auf Youtube und Soundcloud anhören und -sehen.

(Continued)

Ergebnis des Eos-Preises 2020

Nach langen und kontroversen Diskussionen kürte die Jury mittlerweile die drei Gewinner des diesjährigen Eos-Preises für philosophische Essayistik zu Frage „Was bedeutet 1989 für das Denken von Geschichte“ (Link zur Ausschreibung):

1) Michael Meyer-Albert: Vorübergehen. 1989 als eine Fortsetzung des Endens der Geschichte

2) Linda Lilith Obermayr: Das Schmettern des gallischen Hahns oder Kritik des Geschichtsdeterminismus

3) Tom Kobrow: Markiert der Mauerfall von 1989 das Ende der Geschichte?

Wir gratulieren sehr herzlich und danken auch allen anderen Einsendern für die zahlreich interessanten Einreichungen in diesem Jahr. Die feierliche Preisverleihung wird voraussichtlich Ende Januar in Leipzig stattfinden.

Zwei ausgewählte nicht ausgezeichnete, aber trotzdem sehr gute, Einsendungen haben wir bereits auf dem HARPblog veröffentlicht (Link). Die drei Gewinneressays wird man in der kommenden Ausgabe der Narthex nachlesen können.

Bedeutende Bärte – Virtuelle Buchvorstellung mit dem Autor

Anfang des Jahres hat der in Leipzig lebende Philosoph Paul Stephan sein Buch Bedeutende Bärte. Eine Philosophie der Gesichtsbehaarung vorgelegt. Der Narthex-Redakteur Tilman wird mit ihm über das Buch sprechen – und er wird sich auch haarigen Nachfragen des Publikums stellen.

Paul Stephan verfasste die seit gut 150 Jahren erste Monographie zu diesem selten beachteten Thema. Von der Bartverehrung der alten Griechen bis zum Barthass der analytischen Philosophie lässt er so gut wie nichts aus. Profund untersucht er in dem Buch, was politische und philosophische Implikationen einer bestimmten Bartmode sind, und wie sich ausgehend vom Thema des Bartes eine Physiognomie unserer Epoche entwickeln lässt.

Der Livestream soll am 26. September ab 15 Uhr (Link) stattfinden und danach auf auf dem Youtube-Kanal der HARP (Link) verfügbar bleiben.

Link zum Essay Lasst tausend Bärte sprießen! von Paul Stephan, in dem er einige Thesen des Buches zusammenfasst.

Link zu einem Vortrag zum Buch von Paul Stephan, ebenfalls auf dem Youtube-Kanal der HARP.

Nachtrag: Der Mitschnitt des Livestreams kann hier angesehen werden.

Einsendeschluss Bilderwettbewerb verlängert

Die Deadline für unseren Wettbewerb „Dein Bild der DDR“ wurde bis zum 31. August verlängert. Alle Informationen dazu findet ihr hier.

Neuer Diskussionsverteiler

Zusätzlich zu unserem bestehenden Newsletter haben wir aufgrund der starken Nachfrage in den letzten Wochen einen philosophischen Diskussions-Mail-Verteiler eingerichtet, auf dem nach Herzenslust zu entsprechenden Themen diskutiert werden kann. Wer dort eingetragen werden will, der kann uns gerne kontaktieren.